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From: Ina Dauer <ina@detebe.de> Newsgroups: de.talk.bizarre Subject: Der ganz normale Wanfried Teil I Date: Mon, 28 May 2001 11:48:36 +0200 Message-ID: <3b140bdb.7187794@news.cis.dfn.de>
Nun werde ich mich mal an den ersten Teil der Berichterstattung über ein stinkgeheimes Treffen der detebeler in der virtuellen Außenwelt machen.
Am Donnerstag morgen um sieben beluden wir den gelben Kleinbus mit Lebensmitteln, Getränken und anderem Gepäck und machten uns frohgemut auf den Weg nach Hamburg. Die Sonne schien und die Vöglein zwitscherten (wahrscheinlich), als wir am dortigen Hauptbahnhof auf die Minute pünktlich Jotzehweh einsammelten. Sodann ging es über die Elbbrücken auf der A7 mit kubanischer Musik Richtung Wanfried.
Als wir die Autobahn an der Abfahrt Friedland verließen, tat sich schon nach wenigen Kilometern eine liebliche Landschaft mit Bergen, Burgen und grünen Tälern auf, die die Neugier nach unserem eigentlichen Ziel noch steigerte.
Nachdem wir Eschwege, Schwebda und Frieda durchquert hatten, erreichten wir endlich Wanfried, durchquerten auch dieses und sahen nach wenigen hundert Metern einen Gebäudekomplex auf der linken Seite, von dem anzunehmen war, daß es sich um das Rittergut handelt. Doch leider tauchte die Einfahrt zu diesem so unvermutet auf, daß wir schon daran vorbei waren, bevor der Fahrer reagieren konnte. Wie wir hinterher feststellten, ging es allen Anreisenden so - Vermutungen, daß *SIE* ihre Finger hierbei im Spiel hatten, konnten wir bisher nicht bestätigen.
Nachdem wir uns im Rittergutshaus gemeldet hatten, machte die überaus freundliche Vermieterin eine kurze Führung durch die Ferienwohnungen, die sich im ehemaligen Gesindehaus befanden und frisch renoviert, mit allen Annehmlichkeiten moderner Unterkünfte ausgestattet waren. Neben dem Haus befand sich ein großer Rasen nebst Stühlen, Tischen, alten Bäumen und einer Feuerstelle, die uns zur Verfügung standen. Auch ein Grill war vorhanden. Unter den Bäumen oder in der Sonne sitzend, mit Blick auf die benachbarte Pferdekoppel und die dahinterliegende Berge hatten wir hier ein paradiesisches Plätzchen gefunden - eine gute Voraussetzung für ein gelungenes Treffen.
Während meine mitfahrenden Sklav^W^Wmännlichen Begleiter sich um das Ausladen des Gepäcks und das Säubern der Tische und Stühle kümmerten, räumte ich die Küche ein und begann mit der Zubereitung des Abendessens.
Nach der Ankunft Christian Pepers und Markus S., näherte sich die Ankunftszeit der Bahnreisenden, von deren Absprachen per elektronischer Post auf der ARTliste ich nichts mitbekommen hatte, da sie den Redaktionsschluß von 18.00 Uhr ignoriert hatten. Allerdings versuchten wir per Handtelefon die Reisenden Gudrun und Michael Hermes zu erreichen, um uns Extrawege zu ersparen. Dies gelang, wegen diverser Funklöcher allerdings nicht - während Georg noch telelfonierte fuhren die Hermes bereits auf den Hof. Nach dieser Aktion wurde meine Einstellung, daß ich kein solches Kommunikationsmittel benötige, bestätigt.
JCW und ich fuhren also mit dem gelben Kleinbus zum Bahnhof Eschwege-West(!) und sammelten dort sowohl Didi und Karl, als auch nach einer weiteren Stunde Gerd ein und kamen kurze Zeit später zurück auf das Rittergut. Dort hatten sich mittlerweile Thomas, leicht erkennbar an dem umgehängten Stethoskop und Christian Pree, unverwechselbar an seiner Größe, eingefunden. Sodann hielten wir ein Kaffeekränzlein (nein, derselbige war noch nicht anwesend) mit selbstgemachten Kuchen aus ganz Deutschland ab. Währendessen verteilte Christian d. Gr. österreichische Baumstämme, die uns passend zu dem Kaffee durchaus mundeten.
In diese Runde platze dann ein komisches Geräusch, gefolgt von einem ebenso komischen, wie bekanntem Geruch von Zweitaktergemisch - der froschgrüne Trabbi von Knut knatterte um die Kant^WEcke. Seine Aufgabe war es nun, herauszufinden, wer wer ist. Nicht ganz einfach, da er längere Zeit eher passiv an detebe teilgenommen hat.
Von den auswärts Untergebrachten wurden im Laufe des Nachmittags die Quartiere aufgesucht, der Rest saß auf dem Rasen und lernte sich kennen. Als wir am frühen Abend aufbrechen wollten, Feuerholz aus dem angrenzenden und zum Rittergut gehörenden Wald zu holen, fuhren 2 Motorradfahrer auf den Hof, bei denen es sich um Robert und Agnes handelte, die ca. 8 Stunden Fahrt auf Landstraßen hinter sich hatten und genauso aussahen. Die Fliegen zwischen den Zähnen haben wir nicht gesehen, sie müssen also nicht allzu freundliche Motorradfahrer sein, auf ihrer Kleidung hatten sich allerdings viele Insektenleichen versammelt. Dessen ungeachtet mußten auch sie (vor allem Robert) die Rateprozedur über sich ergehen lassen.
Der weitere Abend gestaltete sich mit Geprächen, Kartoffelsalat, Wienern, Marzipan und diversen Frischgetränken. Ich habe dann den Anwesenden eine kleine Werbevorführung gegeben, indem ich einen Delinqu^W JCW mit mitgebrachten Lederfesseln an einen Baum kettete, woraufhin dieser, nach seiner Befreiung mich amtsgemäß VAW-beruflich desillusionierte, indem er mir erklärte, daß ich keine echte Chemikeuse sei und mir ein Buch überreichte, welches den Titel "Chemie für Mädchen" trug. Dort fanden sich so interessante Kapitel wie: "Der richtige Umgang mit Metallwaren im Haushalt" oder "Die Chemie des Käses".
Währendessen hatte Didi bereits Chips für die Ausfahrt verteilt, damit wir diesen Ort, wenn die Zeit gekommen wäre, auch wieder verlassen könnten. Ich bin nun der festen Überzeugung, daß Robert diesen Chip verloren hat, denn mit seiner Ausfahrt am Sonntag hat es leider nicht ganz geklappt.
Kurz bevor sich die Nacht senkte, entzündeten wir ein Feuer, an dem wir uns von vorne und hinten wärmten und an dem die ersten Verschwörungen zur Übernahme der Weltherrschaft (über deren Inhalt ich hier selbstverständlich nicht berichten darf) besprochen wurden. Zu erwähnen bleibt noch eine Verurteilung, da sowohl stv. Staatsanwalt als auch der Richter anwesend waren, die ich wegen einer Amtsanmaßung kassiert habe (die Erfüllung geschieht an gesonderter Stelle).
Dieses war eine recht ausführliche Beschreibung des ersten Tages, vor allem auch deshalb, um den Nichtanwesenden ein Bild von den dortigen Zuständen zu geben und ihnen vielleicht Geschmack darauf zu machen, beim nächsten Treffen dabei zu sein. Neid zu erregen läge mir fern, denn in Wanfried hat sich eine eigene Konditionierung ergeben, die noch nachwirkt und detebe als wahre Kuschelgruppe erscheinen läßt. An der Dekonditionierung werden wohl alle hart arbeiten müssen.
Möge der/die fortfahren mit dem Bericht, der/die sich dazu berufen fühlt.
Ina
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Wanfried 1701 - Ich war dabei, zum Beispiel.
